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Digitalisierung

STAR 2025 wirtschaftliche Lage der Anwaltschaft richtig nutzen

Ein Artikel von der Intelligent Accounting Steuerberatungsgesellschaft Kassel

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STAR 2025 als Orientierung für Kanzleien und Marktpartner

Die Bundesrechtsanwaltskammer hat die Ergebnisse der aktuellen Online-Befragung des Statistischen Berichtssystems für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte veröffentlicht. Unter der Bezeichnung STAR 2025 werden dabei empirische Daten zur beruflichen und wirtschaftlichen Lage der deutschen Anwaltschaft zusammengeführt. Für ein professionelles Publikum aus Unternehmenden, Steuerberatenden und Finanzinstitutionen ist diese Veröffentlichung vor allem deshalb relevant, weil sie eine belastbare Datengrundlage dafür liefert, wie sich ein wichtiger Teil der rechts- und wirtschaftsnahen Dienstleistungsbranche strukturiert, wie Einkommen und Kanzleigrößen verteilt sind und welche Unterschiede sich nach Standort, Region und Spezialisierung zeigen.

STAR ist ein regelmäßig seit 1993 erhobenes Berichtssystem, das im Auftrag der Bundesrechtsanwaltskammer durch das Institut für Freie Berufe an der Universität Erlangen Nürnberg durchgeführt wird. Als Berichtssystem ist STAR keine Einzelfallstudie, sondern eine wiederkehrende, strukturierte Datenerhebung, die Entwicklungen im Zeitverlauf sichtbar machen soll. Wichtig für die Einordnung ist zudem, dass die Befragung zwischen Mai und September 2025 durchgeführt wurde und auf die wirtschaftliche Situation von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten für das Wirtschaftsjahr 2024 zielt. Damit bildet STAR 2025 keine Prognose ab, sondern eine rückblickende Momentaufnahme, die gleichwohl für Planung, Benchmarking und Risikobewertung eingesetzt werden kann.

In der Praxis nutzen Kanzleien solche Daten, um die eigene Positionierung zu überprüfen, etwa bei der Frage, welche Spezialisierungen in welcher Kanzleigröße typischerweise wirtschaftlich tragfähig sind. Für Steuerberatende sind die Ergebnisse vor allem dann hilfreich, wenn sie interdisziplinär mit Anwaltskanzleien zusammenarbeiten oder Mandate im Kanzleiumfeld betreuen, etwa bei der Gestaltung von Vergütungsmodellen, bei Investitionsentscheidungen in Personal und Digitalisierung oder bei der strategischen Ausrichtung. Für Finanzinstitutionen wiederum ist STAR 2025 als Marktindikator interessant, weil die Studie Aussagen über Einkommensstrukturen, Mandatsarten und die Zusammensetzung der Einkünfte liefert und damit Ansatzpunkte für Kreditentscheidungen, Risikoaufschläge und Covenant-Strukturen bieten kann.

Welche Inhalte STAR 2025 abbildet und wie sie zu lesen sind

STAR 2025 gibt nach den veröffentlichten Informationen unter anderem Aufschluss über personen- und kanzleibezogene Daten von selbstständigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, sowohl insgesamt als auch für Vollzeit tätige Personen. Damit lassen sich strukturelle Aussagen über die Verteilung von Selbstständigkeit und die Bedeutung von Vollzeitmodellen treffen. Ergänzend werden Einkommen von angestellten sowie frei mitarbeitenden Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten und von Syndikusrechtsanwältinnen und Syndikusrechtsanwälten erhoben. Ein Syndikusrechtsanwalt ist eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt, die oder der als fest angestellte Person in einem Unternehmen tätig ist und dort Rechtsberatung erbringt, also nicht primär als externe Kanzlei am Markt auftritt. Das ist für Unternehmensgruppen und größere Mittelständler, aber auch für stark regulierte Branchen wie Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen relevant, weil die Rechtsarbeit dort häufig inhouse organisiert wird und sich Gehalts- und Strukturfragen anders darstellen als in der klassischen Kanzlei.

Besonders praxisnah ist, dass die Untersuchung zudem Erkenntnisse über die Struktur von Mandaten und die Zusammensetzung der Einkünfte liefert. Die Mandatsstruktur beschreibt dabei, aus welchen Arten von Mandaten sich die Arbeit typischerweise zusammensetzt, etwa nach Rechtsgebieten, Mandantenarten oder Fallkomplexität. Die Zusammensetzung der Einkünfte zeigt, welche Erlösquellen das wirtschaftliche Fundament bilden, was wiederum Rückschlüsse auf Abhängigkeiten, Schwankungsrisiken und Spezialisierungsgrade zulässt. Solche Informationen sind beispielsweise dann wertvoll, wenn Kanzleien ihre Auslastung besser steuern wollen oder wenn Banken und Leasinggesellschaften beurteilen müssen, wie stabil ein Kanzleicashflow in einem bestimmten Segment ist.

STAR 2025 zeigt nach den veröffentlichten Hinweisen Unterschiede abhängig von der fachlichen Ausrichtung und der Größe der Kanzlei, von der großstädtischen oder ländlichen Lage sowie von der Lage in den alten oder neuen Bundesländern. Das ist für Vergleichszwecke entscheidend, weil ein Benchmark nur dann belastbar ist, wenn er strukturell passt. Eine kleine Kanzlei im ländlichen Raum kann aus Durchschnittswerten einer großstädtischen, hoch spezialisierten Einheit wenig ableiten. Gleichzeitig benennt die Untersuchung geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede. Für Kanzleien wird damit ein datenbasierter Anlass gesetzt, Vergütungs- und Karrierepfade auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu prüfen, auch um Recruiting und Bindung von Fachkräften zu stärken.

Über die Zahlen hinaus enthält STAR 2025 ein Meinungs- und Stimmungsbild zur beruflichen und wirtschaftlichen Lage in den Jahren 2023, 2024 und 2025, zum Vergleich mit Kolleginnen und Kollegen sowie zur Zufriedenheit im Beruf. Ein Stimmungsbild ist keine harte Bilanzkennzahl, kann aber als Frühindikator wirken. Wenn die Zufriedenheit sinkt oder die wirtschaftliche Lage im Vergleich schlechter eingeschätzt wird, steigt in vielen Dienstleistungsbranchen erfahrungsgemäß die Bereitschaft, Strukturen zu verändern, Kooperationen einzugehen oder Prozesse stärker zu standardisieren. Genau hier entsteht ein praktischer Anknüpfungspunkt für Digitalisierung und Prozessoptimierung, weil Effizienzgewinne in Zeiten von Kostendruck und Fachkräftemangel besonders stark wirken.

Konkreter Praxisnutzen für Kanzleien, Steuerberatung und Finanzierung

Für Anwaltskanzleien liegt der unmittelbare Nutzen darin, STAR 2025 als Spiegel für die eigene wirtschaftliche Einordnung zu verwenden. Wer seine Kanzlei steuert, sollte die eigenen Kennzahlen sauber von privaten Effekten trennen und die Ertragslage nicht nur über Umsatz, sondern über Strukturkennzahlen betrachten, etwa Auslastung, Personalkostenquote und den Anteil wiederkehrender Mandate. Gerade in kleinen und mittelständischen Kanzleien hängt die wirtschaftliche Stabilität häufig an wenigen Schlüsselpersonen, sodass Transparenz über Einkommensquellen und Mandatsmix die Grundlage für belastbare Nachfolge- oder Wachstumsentscheidungen ist.

Für Steuerberatende, die Kanzleien betreuen oder interprofessionell mit ihnen zusammenarbeiten, liefert STAR 2025 vor allem Argumentationsmaterial für betriebswirtschaftliche Entscheidungen. Wenn die Studie zeigt, dass wirtschaftliche Unterschiede stark von Spezialisierung, Standort und Kanzleigröße abhängen, dann lässt sich daraus ableiten, dass Standardlösungen bei Vergütung, Personalaufbau oder Investitionen selten optimal sind. In der Beratungspraxis bedeutet das, dass Businesspläne, Liquiditätsvorschauen und Investitionsrechnungen stärker auf das konkrete Kanzleimodell zugeschnitten werden sollten. Das gilt ebenso für die Einführung digitaler Arbeitsweisen, bei denen nicht die Software im Vordergrund steht, sondern die Frage, wie der Prozess vom Mandatsanbahnungsschritt über Leistungserfassung bis zur Abrechnung durchgängig funktioniert.

Finanzinstitutionen können STAR 2025 als Branchenreferenz nutzen, ohne daraus schematische Kreditentscheidungen abzuleiten. Sinnvoll ist, die Erkenntnisse als Plausibilisierungsrahmen einzusetzen, etwa wenn Einkommenswerte oder Kostenstrukturen stark vom erwartbaren Segment abweichen. Ebenso kann die regionale Differenzierung Hinweise geben, wie Standortfaktoren in Ratings zu gewichten sind. Für Kanzleien verbessert es die Finanzierungschancen, wenn sie die eigene wirtschaftliche Lage nicht nur narrativ, sondern mit strukturierten Auswertungen darlegen können, die zu den in STAR 2025 beschriebenen Kategorien passen.

Auch für Unternehmen außerhalb der Rechtsbranche, etwa Onlinehändler oder spezialisierte Mittelständler, ist die Veröffentlichung mittelbar interessant. Wenn Rechtsdienstleister in bestimmten Regionen oder Spezialisierungen wirtschaftlich anders aufgestellt sind, kann das Einfluss auf Verfügbarkeit, Reaktionszeiten und Preisniveaus haben. Wer regelmäßig mit externen Kanzleien arbeitet, profitiert davon, die Marktlogik besser zu verstehen und die eigene Zusammenarbeit effizienter zu organisieren, beispielsweise durch klar definierte digitale Schnittstellen, standardisierte Unterlagenanforderungen und nachvollziehbare Abrechnungsprozesse.

Fazit und nächste Schritte für die betriebswirtschaftliche Umsetzung

STAR 2025 zeigt in verdichteter Form, dass die wirtschaftliche Lage der Anwaltschaft differenziert zu betrachten ist und dass Spezialisierung, Kanzleigröße, Standort und Region messbare Auswirkungen haben. Gleichzeitig unterstreicht das enthaltene Stimmungsbild, dass wirtschaftliche Realität und subjektive Einschätzung zusammengehören, weil strategische Entscheidungen selten allein aus Zahlen entstehen, sondern aus der Kombination von Ertragslage, Arbeitsbelastung und Zukunftserwartung. Für die Praxis bedeutet das, eigene Datenquellen in Kanzleien, Steuerberatung und Finanzierung so aufzubereiten, dass ein strukturierter Vergleich möglich wird und Entscheidungen nicht auf Bauchgefühl, sondern auf nachvollziehbaren Annahmen beruhen.

Wer STAR 2025 als Impuls nutzt, sollte die eigene Wertschöpfungskette konsequent durchdenken, von der Datenerfassung über Auswertungen bis zur Abrechnung und Liquiditätssteuerung, denn gerade dort entstehen die größten Effizienzreserven. Unsere Kanzlei unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Kanzleien dabei, Buchhaltungsprozesse zu optimieren und die Digitalisierung so umzusetzen, dass sie im Alltag Kosten senkt, Transparenz erhöht und Entscheidungen deutlich schneller möglich macht.

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