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Digitalisierung

KI-Verordnung Umsetzungsgesetz stärkt Verantwortung und Transparenz

Ein Artikel von der Intelligent Accounting Steuerberatungsgesellschaft Kassel

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Einführung und rechtlicher Hintergrund

Mit dem am 11. Februar 2026 beschlossenen Durchführungsgesetz zur KI-Verordnung hat die Bundesregierung einen entscheidenden Schritt zur nationalen Umsetzung des europäischen Ordnungsrahmens für Künstliche Intelligenz unternommen. Dieses Gesetz legt fest, welche nationalen Behörden künftig für die Überwachung und Durchsetzung der Bestimmungen der EU-KI-Verordnung zuständig sein werden. Ziel ist es, ein harmonisiertes Regelwerk zu schaffen, das technologische Innovation fördert und zugleich klare Verantwortlichkeiten sowie Schutzmechanismen etabliert. Damit wird erstmals verbindlich festgelegt, wie Unternehmen, öffentliche Stellen und auch Medienschaffende in Deutschland mit KI-Systemen verantwortungsvoll umgehen müssen.

Die KI-Verordnung, ein zentrales Regelungsinstrument der Europäischen Union, klassifiziert KI-Systeme nach Risikostufen und verpflichtet Entwickler und Betreiber zu Transparenz-, Sorgfalts- und Dokumentationspflichten. Das nationale Durchführungsgesetz konkretisiert nun, wie diese Anforderungen in Deutschland organisatorisch umgesetzt werden. Dabei berücksichtigt es zugleich die föderale Struktur und die staatsferne Organisation der Medienaufsicht, die in Deutschland eine besondere Rolle spielt.

Klarstellung der Zuständigkeiten und Bedeutung für Unternehmen

Das neue Gesetz sorgt für eine eindeutige Verteilung der Aufsichtszuständigkeiten, insbesondere dort, wo sich Fragen der Medien- und Datenregulierung überschneiden. Für Unternehmen und insbesondere für Mittelständler, die KI-gestützte Produkte oder Dienstleistungen entwickeln, bedeutet das höhere Rechtssicherheit. Sie müssen sich künftig darauf einstellen, dass Aufsichtsbehörden die Einhaltung der Transparenzpflichten prüfen, beispielsweise bei der Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten. Diese Pflicht betrifft nicht nur große Plattformen, sondern auch kleinere Betriebe, die etwa Texte, Bilder oder Videos automatisiert erstellen oder verarbeiten lassen.

Besonders sensibel ist dieser Bereich für Akteure der Medien-, Werbe- und Kommunikationsbranche, aber auch für Onlinehändler, die in ihren Produktbeschreibungen oder im Kundenservice KI-Tools einsetzen. Wer etwa Chatbots oder automatisierte Empfehlungssysteme verwendet, sollte bereits jetzt nachvollziehbar dokumentieren, welche Algorithmen eingesetzt werden und welche Datenquellen genutzt werden. Damit können spätere Nachweispflichten gegenüber Aufsichtsbehörden oder Geschäftspartnern problemlos erfüllt werden. Das neue Gesetz stellt dabei eines klar: Verantwortung bleibt beim Betreiber. Wer KI einsetzt, muss sicherstellen, dass die Systeme nachvollziehbar funktionieren und keine unzulässigen Manipulationen ermöglichen.

Transparenz und Schutz der digitalen Identität

Ein zentraler Aspekt des neuen Rechtsrahmens ist der Schutz der digitalen Identität. Die Bundesregierung verfolgt mit der Umsetzung des europäischen Regelwerks das Ziel, einen fairen und transparenten digitalen Informationsraum zu schaffen, der technologischen Fortschritt ermöglicht, zugleich aber Persönlichkeitsrechte und gesellschaftliche Vielfalt wahrt. Dazu gehört vor allem der Schutz vor Manipulation durch sogenannte Deepfakes – also synthetisch erzeugte Medieninhalte, die reale Personen oder Ereignisse nachahmen. Unternehmen, die solche Technologien nutzen oder auf Plattformen veröffentlichen, tragen künftig eine noch stärkere Mitverantwortung dafür, dass Inhalte eindeutig als KI-generiert erkennbar sind.

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist dieser Aspekt relevant, weil sie oft ohne eigene Rechtsabteilungen handeln und in Projekten schnell auf externe KI-Dienste zurückgreifen. Die klare Regelung von Kennzeichnungspflichten schafft hier Planungssicherheit. Auch Pflegeeinrichtungen, Kliniken oder Bildungsträger, die zunehmend auf automatisierte Assistenzsysteme setzen, können von diesen Vorgaben profitieren, weil die neuen Standards Transparenz schaffen und das Vertrauen von Nutzern und Patienten stärken.

Die Einbindung der Länder und ihrer Medienanstalten in die Aufsichtsmechanismen sorgt zudem dafür, dass die staatsferne Struktur der deutschen Medienordnung gewahrt bleibt. Damit wird eine Balance zwischen föderaler Kulturhoheit und europäischer Regulierungsvereinheitlichung geschaffen. Für die Wirtschaft bedeutet das, dass sich der regulatorische Rahmen künftig klarer und vorhersehbarer gestaltet.

Praktische Auswirkungen und Handlungsempfehlungen

Unternehmen sollten das neue Gesetz als Chance begreifen, ihre bestehenden KI-Prozesse kritisch zu überprüfen. Dazu zählt vor allem die Etablierung interner Kontrollmechanismen, mit denen sich Risiken frühzeitig erkennen und bewerten lassen. Ein sogenanntes Risikomanagementsystem ermöglicht es, Schwachstellen zu identifizieren, bevor sie rechtlich relevant werden. In der Praxis wird dies besonders in Vertragsbeziehungen mit Geschäftspartnern wichtig, etwa bei der Bereitstellung von KI-Software oder automatisierten Dienstleistungen. Hier werden Nachweise über die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung, Schulungsnachweise und interne Dokumentationen künftig stärker eingefordert werden.

Von besonderer Bedeutung ist auch die Verantwortung der Geschäftsführung. Nach den geltenden Regelungen des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes bleibt die Unternehmensleitung verpflichtet, für ein rechtmäßiges Handeln der Organisation zu sorgen. Die Implementierung von Compliance-Strukturen im Bereich Künstliche Intelligenz ist daher nicht nur eine Frage technischer Sicherheit, sondern auch der rechtlichen Sorgfaltspflicht. Gleiches gilt für steuerberatende Betriebe und Finanzinstitutionen, die zunehmend KI-Systeme zur Datenanalyse oder Mandatsverwaltung einsetzen und damit ebenfalls in den Geltungsbereich der Transparenz- und Verantwortlichkeitspflichten fallen können.

Wer in der Praxis rechtzeitig reagiert, kann das Durchführungsgesetz als Wettbewerbsvorteil nutzen: gut dokumentierte Prozesse, klare Verantwortlichkeiten und sichere Datenhaltung werden künftig nicht nur rechtliche Anforderungen erfüllen, sondern auch Vertrauen bei Kunden und Geschäftspartnern stärken.

Fazit und Ausblick

Das neue Durchführungsgesetz zur europäischen KI-Verordnung markiert den Beginn eines neuen Ordnungsrahmens, in dem Verantwortung, Transparenz und Ethik beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz gleichrangig neben technischer Innovation stehen. Unternehmen aller Größenordnungen sollten diese Entwicklung nicht als Bürde begreifen, sondern als Impuls, eigene Prozesse rechtssicher und zukunftsorientiert zu gestalten. Die Verknüpfung von Compliance, IT-Sicherheit und organisatorischer Transparenz bietet langfristig die Grundlage für nachhaltigen Erfolg im digitalen Marktumfeld. Unsere Kanzlei unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen dabei, ihre Buchhaltungs- und Verwaltungsprozesse zu digitalisieren und zu optimieren. Durch intelligente Prozessgestaltung lassen sich erhebliche Kosten einsparen und Ressourcen effizienter nutzen – ein entscheidender Faktor in einer zunehmend KI-geprägten Wirtschaft.

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