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Internationales

EU-Rechtsrahmen stärkt digitale Unternehmensgründung und Wachstum

Ein Artikel von der Intelligent Accounting Steuerberatungsgesellschaft Kassel

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Einheitliche europäische Regeln für innovative Unternehmen

Europa steht vor einer bedeutenden Neuausrichtung seines Gesellschaftsrechts. Ziel der geplanten EU-Reform ist es, die Unternehmensgründung zu vereinfachen, Investitionen zu fördern und den Binnenmarkt weiter zu harmonisieren. Mit dem von der Europäischen Kommission angekündigten Rechtsrahmen soll insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start-ups der Zugang zu einem einheitlichen europäischen Markt erleichtert werden. Der neue Rechtsrahmen soll es erlauben, EU-weit unter einer Gesellschaftsform tätig zu sein, ohne dass nationale Besonderheiten ein Hindernis darstellen. Dadurch entsteht eine zusätzliche Option neben den bestehenden Gesellschaftsformen in den Mitgliedstaaten.

Diese sogenannte Einheitliche Europäische Gesellschaft, kurz S.EU, ist als supranationale Gesellschaftsform konzipiert, die für nicht börsennotierte Gesellschaften mit beschränkter Haftung gelten soll. Damit würde ein Regime geschaffen, das den unterschiedlichen nationalen Umsetzungen der Gesellschaftsrechtsrichtlinie endlich einheitliche und verbindliche Grundlagen gegenüberstellt. Unternehmen könnten sich künftig innerhalb von zwei Tagen gründen – vollständig digital und mit einem minimalen Kapitalbedarf von nur einem Euro. Für viele Gründerinnen und Gründer, insbesondere in technologieorientierten Branchen oder bei Onlinehändlern, könnte dies eine erhebliche Erleichterung darstellen.

Digitalisierung der Gründung und Verwaltung

Ein zentraler Bestandteil des neuen EU-Regelwerks ist die vollständige Digitalisierung der Gründungs- und Verwaltungsprozesse. Die S.EU soll über ein europaweit einheitliches digitales Portal registriert werden können, das in allen 27 Mitgliedstaaten verfügbar ist und von der Europäischen Kommission betrieben wird. Damit werden Verwaltungsaufwand und Zeitverlust erheblich verringert. Die elektronische Kommunikation mit Behörden, die digitale Bereitstellung von Unternehmensinformationen und eine mehrsprachige Verwaltungsplattform schaffen Transparenz und Rechtssicherheit. Für Unternehmen, die bereits in mehreren Ländern aktiv sind, bedeutet dies eine deutliche Vereinfachung von Melde- und Compliance-Pflichten.

Der Ansatz der Kommission verfolgt zugleich das Ziel, Vertrauen in den digitalen Binnenmarkt zu stärken. Einheitliche Prozesse bei Identitätsprüfung, Dokumenteneinreichung und Veröffentlichungspflichten schaffen verlässliche Rahmenbedingungen. Dies ist besonders für Finanzinstitute und Investoren relevant, die auf nachvollziehbare, grenzüberschreitend gültige Rechtsstrukturen angewiesen sind. Durch die digitale Standardisierung könnten zudem nationale Handelsregister besser vernetzt werden, was die Nachverfolgbarkeit von Eigentümerstrukturen und wirtschaftlich Berechtigten verbessert – ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Geldwäsche und Steuervermeidung.

Förderung von Innovation, Kapital und Talenten

Der neue europäische Gesellschaftsrahmen legt besonderen Wert auf die Förderung von Investitionen in junge und innovative Unternehmen. Die Abgeordneten des Parlaments sehen darin einen Hebel, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft im globalen Vergleich zu stärken. Die S.EU soll explizit den Zugang zu Finanzierungen über alternative Modelle, etwa Beteiligungskapital oder Crowdfunding, erleichtern. Gleichzeitig werden Schutzmechanismen vorgeschlagen, die sowohl Investoren als auch Unternehmensgründer absichern. Beispielsweise sind flexible Regelungen zur Trennung von Stimm- und Vermögensrechten vorgesehen, ebenso wie vertraglich begrenzte Gewinnbeteiligungen. Diese Optionen schaffen Raum für maßgeschneiderte Beteiligungsmodelle, insbesondere für schnell wachsende Start-ups und technologieorientierte Mittelständler.

Zudem soll die Bindung von Fach- und Führungskräften über Mitarbeiterbeteiligungsprogramme und Aktienoptionspläne attraktiver gestaltet werden. Damit folgt die EU dem Trend der Innovationsökonomien, in denen Mitarbeiter verstärkt am unternehmerischen Erfolg partizipieren. Für Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser sowie andere Dienstleistungsbereiche, die zunehmend digitale Geschäftsmodelle entwickeln, kann eine EU-weit einheitliche Struktur den Eintritt in neue Märkte erheblich erleichtern. Auch für den Onlinehandel, der oftmals in mehreren Ländern gleichzeitig agiert, bietet die S.EU ein klareres rechtliches Fundament.

Wissenstransfer, Streitbeilegung und Fazit

Ein weiterer Kernpunkt des Konzepts ist die engere Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Start-ups und kleinen sowie mittleren Unternehmen. Die S.EU soll gezielt Wissenstransfer fördern, indem der rechtliche und organisatorische Aufwand bei der grenzüberschreitenden Kooperation reduziert wird. Darüber hinaus will das Parlament sicherstellen, dass Unternehmen im Streitfall auf spezialisierte Verfahren zurückgreifen können. Diese Verfahren sollen beschleunigt und auf Wunsch auch in englischer Sprache geführt werden können. Damit wird ein moderner Rahmen für effiziente Streitbeilegung geschaffen, der gleichzeitig den unterschiedlichen Rechtstraditionen innerhalb der EU gerecht wird.

Insgesamt deutet der Vorschlag auf einen tiefgreifenden Wandel des europäischen Unternehmensrechts hin. Durch die Einführung einer einheitlichen Gesellschaftsform entsteht ein rechtliches Fundament, das Innovation, Wachstum und Mobilität von Unternehmen fördert. Für kleine und mittelständische Unternehmen kann die S.EU ein strategischer Vorteil sein, um grenzüberschreitend zu expandieren, ohne hohen administrativen Aufwand in Kauf nehmen zu müssen. Gleichzeitig legt die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse den Grundstein für eine neue Effizienz im europäischen Wirtschaftsraum. Unsere Kanzlei begleitet seit Jahren kleine und mittelständische Unternehmen bei der Optimierung digitaler Buchhaltungsprozesse und der Umsetzung rechtlicher Neuerungen. Mit unserem Fokus auf Prozessoptimierung und Digitalisierung unterstützen wir Mandanten dabei, die erheblichen Effizienzpotenziale solcher Entwicklungen praxisgerecht zu nutzen und langfristig Kosten zu senken.

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