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Digitalisierung

Digitalisierung in KMU: KI und Cloud strategisch umsetzen

Ein Artikel von der Intelligent Accounting Steuerberatungsgesellschaft Kassel

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Digitalisierung in KMU: Was „digitale Intensität“ praktisch bedeutet

Die digitale Transformation ist im deutschen Mittelstand spürbar vorangekommen. Aktuelle Auswertungen zeigen, dass im Jahr 2025 mehr als ein Drittel der kleinen und mittleren Unternehmen eine hohe bis sehr hohe digitale Intensität erreicht hat. Damit ist nicht gemeint, dass einzelne Tools eingeführt wurden, sondern dass Unternehmen einen größeren Bündel an Digitalisierungsmaßnahmen tatsächlich umgesetzt haben. Grundlage dafür ist der Digital Intensity Index, ein Kennzahlensystem, das die digitale Durchdringung anhand definierter Maßnahmen bewertet. „Hohe“ beziehungsweise „sehr hohe“ digitale Intensität liegt vor, wenn mindestens sieben von zwölf Maßnahmen umgesetzt sind, die verschiedene Bereiche abdecken, insbesondere E-Commerce, Sicherheit der Informations und Kommunikationstechnologie, Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie Qualifizierung und Einsatz von Fachpersonal.

Für die Praxis ist diese Einordnung hilfreich, weil sie einen Perspektivwechsel erzwingt: Digitalisierung wird nicht als einzelnes IT Projekt verstanden, sondern als systematischer Ausbau mehrerer, miteinander verknüpfter Fähigkeiten. Gerade bei kleinen Unternehmen, Onlinehändlern oder spezialisierten Dienstleistern wie Pflegeeinrichtungen zeigt sich in Projekten regelmäßig, dass ein isolierter Tool Kauf selten zu stabilen Ergebnissen führt. Erst wenn Prozesse, Verantwortlichkeiten, Datenflüsse und Sicherheitsanforderungen zusammen gedacht werden, entstehen dauerhafte Effizienzgewinne und bessere Steuerungsinformationen für Unternehmensleitung, Finanzierungspartner und steuerliche Beratung.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der digitalen Intensität im Mittelfeld. Gleichzeitig bleibt der Abstand zu Großunternehmen deutlich. Das ist für Unternehmerinnen und Unternehmer nicht nur eine statistische Aussage, sondern ein Hinweis auf strukturelle Unterschiede: Größere Organisationen verfügen meist über eigene IT Abteilungen, standardisierte Prozesse und Budgets für Veränderung. KMU müssen dagegen mit knappen Ressourcen priorisieren. Umso wichtiger ist es, die eigenen Digitalisierungsmaßnahmen so zu wählen, dass sie schnell Wirkung entfalten, rechtssicher sind und die Skalierung des Geschäfts unterstützen.

KI und Cloud in KMU: Fortschritt, Chancen und typische Stolpersteine

Besonders dynamisch ist die Entwicklung bei Künstlicher Intelligenz und Cloud Computing. Inzwischen nutzt jedes vierte KMU Künstliche Intelligenz, und mehr als jedes zweite Unternehmen greift auf kostenpflichtige IT Dienstleistungen aus der virtuellen Cloud zurück. Künstliche Intelligenz meint dabei Verfahren, die auf Basis von Daten Muster erkennen, Inhalte generieren oder Entscheidungen unterstützen können, etwa in der Kundenkommunikation, im Einkauf, in der Betrugsprävention oder in der Belegverarbeitung. Cloud Computing beschreibt die bedarfsgerechte Nutzung von Software und Infrastruktur über das Internet, anstatt Systeme ausschließlich lokal zu betreiben. Für KMU ist das häufig der Einstieg in moderne Sicherheitsstandards, schnellere Updates und bessere Zusammenarbeit über Standorte hinweg.

In der Umsetzung zeigen sich jedoch wiederkehrende Stolpersteine. Erstens werden KI Anwendungen häufig als „Assistent“ eingeführt, ohne dass Datenqualität und Prozessdefinition geklärt sind. Dann bleibt der Nutzen punktuell, und es entstehen neue Risiken, etwa durch uneinheitliche Stammdaten, unklare Freigaben oder schwer nachvollziehbare Ergebnisse. Zweitens wird Cloud häufig allein als Hosting Entscheidung betrachtet. Tatsächlich ist sie ein Betriebsmodell, das Rechtekonzepte, Zugriffskontrollen, Notfallpläne und klare Verantwortlichkeiten verlangt. Drittens wird der Faktor Mensch unterschätzt. Der Digital Intensity Index berücksichtigt ausdrücklich die Beschäftigung von Spezialisten sowie Schulungen. Das ist ein wichtiger Hinweis: Effizienzgewinne entstehen nicht dadurch, dass Mitarbeitende „irgendwie“ neue Software bedienen, sondern durch standardisierte Abläufe, klare Rollen und ein Mindestmaß an digitaler Kompetenz in den betroffenen Teams.

Für regulierte oder besonders sensible Bereiche wie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder andere Einrichtungen mit hohen Anforderungen an Vertraulichkeit und Verfügbarkeit kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Informationssicherheit und dokumentierte Verfahren sind nicht nur „Best Practice“, sondern Teil einer belastbaren Governance. Auch Onlinehändler profitieren, wenn sie Cloud Dienste und KI nicht nur für Marketing, sondern für Bestandssteuerung, Retourenprozesse und Rechnungsworkflows einsetzen. Banken und Finanzinstitutionen wiederum bewerten zunehmend, wie gut Daten, Prozesse und Kontrollen im Mittelstand aufgestellt sind, weil dies die Qualität von Reportings und die Verlässlichkeit von Planungen beeinflusst.

Digitale Transformation messen und steuern: Vom Index zur Roadmap

Die Index Logik lässt sich in eine praxistaugliche Steuerung übersetzen: Unternehmen sollten Digitalisierung nicht über einzelne „Lieblingsprojekte“ treiben, sondern über eine Roadmap, die mindestens die Felder Vertrieb und E-Commerce, IT Sicherheit, Cloud Nutzung, Datenkompetenz und Automatisierung von Kernprozessen abdeckt. Entscheidend ist, dass Maßnahmen zusammenpassen. Ein gutes Beispiel ist die Buchhaltung als Datenmotor: Wer Eingangsrechnungen digital erfasst, standardisierte Freigaben einführt und Zahlungen systematisch auslöst, schafft nicht nur Effizienz, sondern erzeugt zeitnahe Daten für Liquiditätssteuerung, Kostenstellen und Forecasts. KI kann in diesem Umfeld unterstützend wirken, etwa bei der Belegklassifikation oder beim Erkennen von Auffälligkeiten, aber nur, wenn die Prozesskette sauber definiert ist.

In der Zusammenarbeit mit Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung wird die Messbarkeit ebenfalls wichtiger. Wenn Belege digital vorliegen, Schnittstellen stabil sind und Buchungslogiken konsistent angewandt werden, verkürzen sich Abstimmungswege, Nachfragen werden weniger und Abschlüsse können schneller erstellt werden. Gleichzeitig gilt: Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Für viele KMU ist der sinnvollste Einstieg nicht die komplexe KI Strategie, sondern die Stabilisierung der Grundlagen, also einheitliche Stammdaten, ein revisionssicherer Belegfluss und klare Zuständigkeiten. „Revisionssicher“ bedeutet, dass Unterlagen so aufbewahrt und verarbeitet werden, dass sie vollständig, richtig, zeitgerecht, geordnet und unveränderbar dokumentiert sind, sodass sie im Prüfungsfall nachvollzogen werden können. Diese Nachvollziehbarkeit ist auch unabhängig von Branche und Unternehmensgröße ein zentraler Qualitätsmaßstab.

Da die Zahlen zeigen, dass Großunternehmen bei Cloud und KI deutlich weiter sind, lohnt sich für KMU ein pragmatischer Blick: Nicht jedes Instrument muss selbst entwickelt werden. Oft ist der wirtschaftlichste Weg, erprobte Cloud Lösungen einzusetzen und KI Funktionen dort zu nutzen, wo sie in die Fachanwendung eingebettet sind und kontrollierbar bleiben. Damit reduziert sich der Integrationsaufwand, und es entstehen weniger Medienbrüche. Für die Praxis empfiehlt sich, Digitalisierungsfortschritt nicht nur über „Nutzung ja oder nein“ zu bewerten, sondern über Durchlaufzeiten, Fehlerquoten, Transparenz im Reporting und die tatsächliche Entlastung in administrativen Tätigkeiten.

Fazit: So erzielen KMU mit KI und Cloud messbare Effekte

Die Entwicklung im Jahr 2025 zeigt, dass viele kleine und mittlere Unternehmen die digitale Transformation ernsthaft vorantreiben und insbesondere bei KI und Cloud deutlich aktiver werden. Gleichzeitig bleibt der Abstand zu Großunternehmen ein Signal, dass Ressourcen, Know how und Prozessreife weiterhin limitierende Faktoren sind. Für Unternehmerinnen und Unternehmer liegt der Schlüssel darin, Digitalisierung als Bündel zusammenhängender Maßnahmen zu verstehen, die Prozesse, Daten, Sicherheit und Qualifizierung verbinden. Wer KI und Cloud strategisch einsetzt, schafft nicht nur Effizienz, sondern verbessert auch Steuerungsfähigkeit, Reportingqualität und die Grundlage für belastbare Entscheidungen, was für Finanzierungsgespräche und Wachstum genauso relevant ist wie für die tägliche operative Arbeit.

Wir unterstützen kleine und mittelständische Unternehmen dabei, diese Schritte pragmatisch umzusetzen, mit besonderem Fokus auf Digitalisierung und Prozessoptimierung in der Buchhaltung, damit spürbare Zeit und Kostenersparnisse entstehen und die Zusammenarbeit mit Steuerberatung und Finanzpartnern deutlich reibungsloser wird.

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