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Wirtschaft

Bürokratie und Regulierung bremsen FinTechs in Deutschland

Ein Artikel von der Intelligent Accounting Steuerberatungsgesellschaft Kassel

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Herausforderungen für FinTechs im stark regulierten Umfeld

Die Digitalisierung hat den Finanzsektor in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Start-ups und junge Technologieunternehmen, sogenannte FinTechs, prägen zunehmend den Markt der Finanzdienstleistungen. Sie bieten innovative Bezahlmethoden, digitale Vermögensverwaltung oder automatisierte Versicherungsprozesse an und gelten als Schrittmacher einer modernen Finanzwirtschaft. Dennoch sehen sich diese Unternehmen in Deutschland massiven Standortnachteilen ausgesetzt. Nach aktuellen Erhebungen empfinden rund drei Viertel der FinTechs die hiesige Regulierung und Bürokratie als zentrale Wachstumsbremsen. Damit rückt die Frage ins Zentrum, wie sich der Unternehmensstandort Deutschland strategisch verbessern lässt, um eine konkurrenzfähige und zukunftsfähige FinTech-Landschaft zu fördern.

Unter dem Begriff Bürokratie wird in diesem Zusammenhang die Vielzahl an administrativen Verfahren, Nachweispflichten und Genehmigungsprozessen verstanden, die Unternehmen erfüllen müssen, um gesetzliche Vorgaben zu befolgen. Diese sind zwar Ausdruck der Rechtssicherheit und der Wahrung des Verbraucherschutzes, führen in der Praxis jedoch häufig zu erheblichen Verzögerungen, insbesondere bei innovationsgetriebenen Gründungen. Gerade junge Unternehmen, die mit begrenzten Ressourcen arbeiten, erleben den damit verbundenen Aufwand als bedeutende Belastung.

Regulatorische Hürden und Compliance-Anforderungen

Regulatorische Anforderungen sind für Finanzunternehmen unverzichtbar, weil sie die Stabilität des Finanzsystems und den Schutz von Anlegern gewährleisten. Der Begriff Compliance beschreibt die Einhaltung rechtlicher und aufsichtsrechtlicher Verpflichtungen, einschließlich der Berichterstattung an Behörden, internen Kontrollmechanismen und Richtlinien zur Risikovermeidung. Für FinTechs bedeutet dies, dass sie neben der technologischen Entwicklung auch erhebliche Ressourcen für juristische und administrative Anforderungen bereitstellen müssen. Etwa 68 Prozent der hierzulande tätigen FinTechs bewerten den Aufwand für Compliance als wesentlichen Hemmfaktor ihrer Entwicklung. Zusätzlich erschwert ein komplizierter Lizenzierungsprozess die Aufnahme des Geschäftsbetriebs. Die Genehmigung zur Erbringung von Finanzdienstleistungen, die im Sinne des Kreditwesengesetzes erforderlich ist, dauert durchschnittlich mehr als zwei Jahre – ein Zeitraum, der im europäischen Vergleich besonders lang ausfällt.

Auch steuerliche Aspekte spielen dabei eine Rolle. Abhängig von der gewählten Unternehmensform fallen unterschiedliche steuerliche Belastungen an, von der Körperschaftsteuer über die Gewerbesteuer bis hin zur Umsatzsteuer. Der bürokratische Aufwand bei der laufenden Steuerpflicht verstärkt die administrative Belastung zusätzlich. Kleine und mittlere FinTechs, die über keine eigene Steuerabteilung verfügen, erkennen hierin ein strukturelles Wettbewerbsdefizit gegenüber etablierten Finanzhäusern.

Finanzierungsengpässe und Kapitalzugang im internationalen Vergleich

Neben der Regulierungsdichte leiden FinTechs unter unzureichendem Zugang zu Kapital. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen sind auf ausländische Finanzierungsquellen angewiesen, da der Markt für Wagniskapital im Inland als unterentwickelt gilt. Für 70 Prozent der Unternehmen wäre ein stärkeres Angebot an inländischem Venture Capital entscheidend, um ihre Geschäftsmodelle nachhaltig ausbauen und international wettbewerbsfähig bleiben zu können. Diese Abhängigkeit vom Ausland bremst nicht nur das Wachstum, sondern gefährdet langfristig auch den Innovationsstandort Deutschland.

Gerade im Vergleich zu anderen europäischen Staaten zeigt sich, dass Deutschland bei der Kombination aus Innovationsförderung und unternehmerischer Bewegungsfreiheit zurückbleibt. Der Zugang zu Fördermitteln und die Kommunikation mit Aufsichtsbehörden werden von vielen Jungunternehmen als intransparent bezeichnet. FinTechs wünschen sich vor allem eine bessere Planbarkeit regulatorischer Prozesse und eine schnellere Kommunikation mit den zuständigen Stellen, um Investitions- und Expansionsentscheidungen realistisch kalkulieren zu können.

Perspektiven für Modernisierung und Standortpolitik

Die aktuelle Situation zeigt deutlich, dass eine Balance zwischen notwendiger Regulierung und unternehmerischer Freiheit gefunden werden muss. Eine moderne, digitalisierte Verwaltung könnte dazu beitragen, Genehmigungsprozesse zu beschleunigen und Transparenz zu schaffen. Ziel wäre die digitale Abwicklung von Lizenzierungsverfahren mit festen Ansprechpartnern und verbindlichen Fristen, um Gründungen effizienter zu gestalten. Auch ein verstärkter Datenaustausch zwischen Behörden unter Wahrung der datenschutzrechtlichen Vorgaben würde die administrative Belastung deutlich reduzieren. Ein strukturierter, fortlaufender Dialog zwischen Aufsichtsbehörden, Wirtschaft und Politik könnte außerdem dafür sorgen, dass neue technologische Entwicklungen frühzeitig in die Gesetzgebung integriert werden, anstatt erst im Nachhinein über Anpassungen diskutieren zu müssen.

Damit solche Reformen erfolgreich greifen, braucht es eine konsequente Förderung der Digitalisierung in der Verwaltung und im Finanzsektor. Die Einführung standardisierter Schnittstellen, revisionssicherer digitaler Kommunikationskanäle und automatisierter Abläufe in der Berichterstattung würde FinTechs, aber auch klassischen mittelständischen Unternehmen, signifikant entlasten. Diese Ansätze sind nicht nur ein Wettbewerbsvorteil für einzelne Branchen, sondern ein zentrales Element zur Stärkung der Wirtschaft insgesamt.

Fazit: Chancen für digitale Transformation und Prozessoptimierung

Deutschland steht an einem Wendepunkt, an dem die Weichen für den Finanzstandort neu gestellt werden müssen. FinTechs haben das Potenzial, Innovationen im Zahlungsverkehr, bei Versicherungen und bei der Kapitalanlage entscheidend voranzutreiben. Doch ohne eine spürbare Entlastung bei Bürokratie und Regulierung droht der Abwanderungstrend innovativer Gründer in dynamischere Märkte. Eine moderne Regulierung, verbunden mit effizienten digitalen Verfahren, kann hier den entscheidenden Unterschied machen und sowohl Start-ups als auch etablierte Finanzinstitute wettbewerbsfähig halten.

Gerade für mittelständische Unternehmen, die ihre Finanzprozesse zunehmend digitalisieren, zeigt sich, wie wichtig strukturierte digitale Abläufe und automatisierte Buchhaltungsprozesse sind. Unsere Kanzlei begleitet kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Buchhaltungsprozesse, der Optimierung administrativer Abläufe und der Reduzierung von Kosten durch intelligente Prozessautomatisierung. Mit unserer Erfahrung in der digitalen Steuerberatung und Prozessoptimierung schaffen wir nachhaltige Effizienzgewinne und einen echten Mehrwert für unsere Mandanten.

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