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Wirtschaft

Ausbildungsmarkt 2025: Was Unternehmen jetzt beachten sollten

Ein Artikel von der Intelligent Accounting Steuerberatungsgesellschaft Kassel

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Ausbildungsmarkt 2025: Aktuelle Entwicklung für Unternehmen

Der Ausbildungsmarkt hat sich im Jahr 2025 spürbar verändert. Für Unternehmen, Steuerberatende und Finanzinstitutionen ist diese Entwicklung wirtschaftlich relevant, weil sie unmittelbar auf Personalplanung, Fachkräftesicherung und Investitionsentscheidungen wirkt. Der aktuelle Berufsbildungsbericht 2026 zeigt ein ambivalentes Bild. Einerseits ist das Angebot an Ausbildungsstellen zurückgegangen. Andererseits blieben deutlich weniger Ausbildungsplätze unbesetzt. Gleichzeitig ist die Zahl junger Menschen gestiegen, die bis zum Stichtag noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

Bundesweit wurden rund 476.000 duale Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das waren 10.300 Verträge beziehungsweise 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Noch deutlicher fiel der Rückgang beim Ausbildungsplatzangebot aus. Insgesamt wurden 530.300 Ausbildungsstellen angeboten, also 25.300 weniger als 2024. Das entspricht einem Minus von 4,6 Prozent. Demgegenüber stieg die Nachfrage der Bewerberinnen und Bewerber leicht um 0,7 Prozent.

Für die betriebliche Praxis bedeutet das: Der Ausbildungsmarkt ist nicht einfach schwächer geworden, sondern hat sich in seiner Struktur verschoben. Unternehmen sehen sich weiterhin mit Fachkräfteengpässen konfrontiert, zugleich verändert sich die Passung zwischen angebotenen Stellen und tatsächlicher Bewerbernachfrage. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen, Handwerksbetriebe, Onlinehändler oder auch Pflegeeinrichtungen müssen deshalb ihre Ausbildungsstrategie stärker an regionalen und branchenspezifischen Gegebenheiten ausrichten.

Bemerkenswert ist zudem die Entwicklung in der schulischen Berufsausbildung im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen. Dort ist die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger 2025 erneut deutlich um 3,8 Prozent gestiegen. Das ist vor allem für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und andere Träger im Sozialwesen ein positives Signal, weil diese Branchen in besonderem Maß auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen sind.

Fachkräftesicherung durch Ausbildung: Wo Betriebe unter Druck stehen

Die Zahlen verdeutlichen, dass die wirtschaftliche Lage die Ausbildungsbereitschaft vieler Betriebe beeinflusst hat. Wenn Unternehmen unter Kostendruck stehen, unsichere Absatzprognosen haben oder Investitionen zurückstellen, wirkt sich das häufig zuerst auf den Personalaufbau und damit auch auf das Angebot an Ausbildungsplätzen aus. Das erklärt, warum trotz anhaltenden Fachkräftemangels weniger Stellen angeboten wurden.

Gleichzeitig ist die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen deutlich gesunken. Im Jahr 2025 blieben 54.400 Ausbildungsplätze unbesetzt. Das waren 15.000 weniger als im Vorjahr, also ein Rückgang um 21,6 Prozent. Auf den ersten Blick kann das als Entspannung gewertet werden. In der Praxis ist das Bild jedoch differenzierter. Denn parallel dazu hatten etwa 84.400 junge Menschen zum 30. September noch keinen Ausbildungsplatz gefunden und ihren Vermittlungswunsch aufrechterhalten. Gegenüber dem Vorjahr ist diese Zahl um 14.000 beziehungsweise 19,9 Prozent gestiegen.

Hier zeigt sich ein klassisches Passungsproblem. Mit Passung ist gemeint, dass Angebot und Nachfrage zwar zahlenmäßig vorhanden sein können, aber inhaltlich, regional oder branchenspezifisch nicht zueinanderfinden. Ein Betrieb kann also weiterhin Schwierigkeiten haben, geeignete Auszubildende zu gewinnen, obwohl es zugleich viele suchende Jugendliche gibt. Für Unternehmen ist das ein wichtiger Hinweis darauf, dass reine Stellenausschreibungen oft nicht mehr ausreichen. Wer Nachwuchs gewinnen will, muss Ausbildungsinhalte, Ansprache, Bewerbungsprozesse und gegebenenfalls auch den Ausbildungsstandort stärker an den tatsächlichen Marktbedingungen ausrichten.

Besonders relevant ist das für Branchen mit anhaltendem Bewerbermangel. Dazu gehören nach den aktuellen Daten vor allem Berufe der Lebensmittelherstellung und des Verkaufs, die Gastronomie sowie der Hoch- und Tiefbau. Dort liegt die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen erneut deutlich über der Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber. Unternehmen in diesen Bereichen sollten Ausbildung nicht nur als Personalinstrument, sondern als Teil ihrer langfristigen Unternehmenssicherung betrachten.

Regionale Unterschiede im Ausbildungsmarkt und ihre praktische Bedeutung

Neben den branchenspezifischen Verschiebungen spielen regionale Unterschiede eine zentrale Rolle. Der Erfolg bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen hängt nach den aktuellen Erkenntnissen wesentlich davon ab, in welcher Region eine Stelle angeboten wird. Für Bewerberinnen und Bewerber ist die Lage in Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen schwieriger als etwa in Thüringen oder Bayern. Das bedeutet umgekehrt für Betriebe, dass der Wettbewerb um geeignete Nachwuchskräfte regional sehr unterschiedlich ausfallen kann.

Für mittelständische Unternehmen folgt daraus ein klarer Handlungsbedarf. Ausbildungsplanung sollte nicht isoliert aus der Unternehmensperspektive erfolgen, sondern unter Einbeziehung regionaler Arbeitsmarktinformationen. Wer in einer Region mit hoher Konkurrenz um Bewerberinnen und Bewerber tätig ist, sollte frühzeitig rekrutieren, regionale Netzwerke mit Schulen und Kammern nutzen und Hürden im Bewerbungsprozess abbauen. Wer dagegen in Regionen mit vergleichsweise besseren Besetzungschancen aktiv ist, kann den Standortvorteil gezielt in der Arbeitgeberkommunikation einsetzen.

Auch zwischen den Berufen bestehen erhebliche Unterschiede. Weniger gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber gab es im Friseurhandwerk, in der Softwareentwicklung, in Kfz-Berufen sowie in Büro- und Verwaltungsberufen. Gerade Unternehmen mit kaufmännischem Ausbildungsangebot sollten daraus nicht den Fehlschluss ziehen, dass Besetzungsprobleme generell verschwinden. Vielmehr steigt in attraktiven Berufsbildern die Bedeutung eines professionellen Auswahlverfahrens. Gleichzeitig nehmen in stark nachgefragten Berufen die Anforderungen an eine faire, schnelle und digital unterstützte Bewerberkommunikation zu.

Für Onlinehändler, technologieorientierte Betriebe und Dienstleistungsunternehmen ist vor allem die Entwicklung in der Softwareentwicklung und in Verwaltungsberufen relevant. Hier konkurrieren Unternehmen nicht nur um Auszubildende, sondern häufig auch mit weiterführenden Bildungswegen oder alternativen Einstiegsmöglichkeiten. Eine klare Positionierung als moderner Ausbildungsbetrieb mit digitalen Prozessen kann deshalb zum echten Wettbewerbsvorteil werden.

Berufliche Bildung stärken: Was Unternehmen jetzt konkret ableiten sollten

Die Bundesregierung reagiert auf die Herausforderungen des Ausbildungsmarkts mit verschiedenen Initiativen zur Stärkung der beruflichen Bildung. Dazu gehört insbesondere die neue Qualifizierungsoffensive Berufliche Bildung. Ihr Ziel ist es, die Voraussetzungen zur Gewinnung und Qualifizierung von Fachkräften zu verbessern. Hinzu kommen Maßnahmen im Rahmen des Sommer der Berufsausbildung, der junge Menschen stärker für die Perspektiven einer dualen Ausbildung interessieren soll.

Für Unternehmen ist entscheidend, diese Entwicklungen nicht nur politisch zu beobachten, sondern operativ zu nutzen. Wer Ausbildung als Teil einer nachhaltigen Fachkräftestrategie versteht, sollte die internen Prozesse darauf abstimmen. Dazu gehören verlässliche Personalbedarfsplanungen, realistische Ausbildungsbudgets, digitale Bewerbungsabläufe und eine enge Verzahnung von Ausbildung, Personalentwicklung und kaufmännischer Steuerung. Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten ist es betriebswirtschaftlich sinnvoll, Ausbildung nicht vorschnell zu reduzieren, sondern gezielt dort einzusetzen, wo künftige Personalengpässe absehbar sind.

Ebenso wichtig ist ein belastbares Ausbildungscontrolling. Damit ist die systematische Steuerung und Auswertung aller ausbildungsbezogenen Kennzahlen gemeint, etwa zu Besetzungsquote, Abbruchrisiko, Übernahmequote oder Ausbildungskosten. Für Steuerberatende und Finanzinstitutionen eröffnet dies zusätzliche Beratungsansätze, weil Personalplanung, Liquidität und Fördermöglichkeiten zunehmend zusammengedacht werden müssen.

Der Ausbildungsmarkt 2025 zeigt damit vor allem eines: Die Herausforderung liegt weniger in einer einheitlichen Verknappung, sondern in einer komplexen Neuverteilung von Chancen und Risiken. Unternehmen, die ihre Ausbildungsstrategie datenbasiert, regional differenziert und prozessstark aufstellen, verbessern ihre Chancen auf qualifizierten Nachwuchs erheblich. Wir begleiten kleine und mittelständische Unternehmen dabei, ihre kaufmännischen Abläufe effizienter aufzustellen und insbesondere Buchhaltung, Personalprozesse und digitale Strukturen praxisnah zu optimieren. Gerade im Mittelstand entstehen durch konsequente Digitalisierung und Prozessoptimierung häufig erhebliche Kostenersparungen, von denen Ausbildungsplanung und Fachkräftesicherung unmittelbar profitieren.

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